gehört unbestritten zu meinen Lieblingsheilpflanzen. Leider sind meine Fotos vom blühenden Kraut von der Festplatte verschwunden, so dass ich wieder mal auf PIXELIO zurückgreifen muß.
Seit Jahren verwende ich Johanneskraut in meiner Hausapotheke. Ursprünglich legte ich nur die Blüten mehrere Wochen lang in Olivenöl ein und verwendete dieses Johannesöl bei Verbrennungen in der Küche und bei Sonnenbrand. Ebenso kann man es als Hautpflegemittel (sogar bei Akne!) und als Einreibung bei Muskelschmerzen und Verletzungen anwenden.
Bekannter ist Johanneskrauttee bei leichten Depressionen, Angst, Unruhe und nervöser Erschöpfung . Gerade in der kalten Jahreszeit soll er als regelrechter Stimmungsaufheller wirken. Man kann ihn in jeder Apotheke, im Reformhaus und in Drogerien kaufen.
Meine neueste Anwendung ist ein Johanneskrautelixier. Einfach die Blüten über mehrere Wochen in Doppelkorn einlegen und später abseihen. Dieser Schnaps sieht nicht nur wunderschön rot aus, sondern soll auch noch verdauungsfördernd wirken. Ich mische ihn meinem Kräuterlikör bei.
Unsere Pflanzen sind fast vollständig verblüht. Ich warte nur darauf, dass es 3 Tage lang nicht regnet, damit sich die Wirkstoffe konzentrieren. Dann kommt das Kraut ein paar Stunden in den Dörrautomat, um als Tee eingelagert zu werden. Mit der Trocknung ohne Hilfsmittel habe ich bei dieser Pflanze in den letzten Jahren keine guten Erfahrungen gemacht, es gab nach einiger Zeit immer Schimmel, so dass ich alles wegschmeißen mußte. Schade um die Arbeit!
Wichtig zu wissen, dass Johanneskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Vorsicht auch bei Schwangerschaft und Stillzeit, da noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen!
Nachtrag: Diese Pflanze eignet sich auch gut für Färbungen, z.B. für Wolle.
uhan - 18. Aug, 08:22